DeutschSommer, Ferien die schlau machen

Wer ermöglicht den DeutschSommer
Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main ist Projektträger des DeutschSommers. Als Projektpartner unterstützen den DeutschSommer das Amt für multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt am Main, das Staatliche Schulamt für die Stadt Frankfurt am Main, das Stadtschulamt Frankfurt am Main und die Volkshochschule Frankfurt am Main, sowie das Deutsche Jugendherbergswerk - Landesverband Hessen.
Die Carls Stiftung, die Deutsche Bank Stiftung, die Peter Fuld Stiftung, die Stiftung Citoyen, Marga und Kurt Möllgaard Stiftung und der Union International Club e.V. beteiligen sich am DeutschSommer durch die Übernahme von Stipendienplätzen.
Der Frankfurter DeutschSommer baut auf einem Pilotprojekt aus Bremen auf, das von der Jacobs Foundation vom Max Plank Institut für Bildungsforschung 2004 initiert wurde.
Das Sprachförderprogramm wurde schon vier Mal seit 2007 erfolgreich durchgeführt und die Ergebnisse sind ermutigend. Auch für 2012 hat die Peter Fuld Stiftung 10 Schülerstipendien zugesagt.
Sprache ist wichtig.
Auch für Mathemathik. Der Deutschunterricht in den Schulen reicht manchmal nicht aus, wenn z.B. innerhalb der Familie eine andere Sprache gesprochen wird oder wenn Schüler nach sechs Wochen Sommerferien einiges vergessen haben. Im internationalen Frankfurt gibt es viele Kinder, die eine zusätzliche Deutschförderung für den Schulerfolg brauchen - Zuwandererkinder und auch deutschstämmige Kinder. Sie sollen schon in der Grundschule gefördert werden, vor allem zum Ende des dritten Schuljahres, damit sie fit sind für das wichtige vierte Schuljahr - und darüber hinaus. Im DeutschSommer trainieren bis zu 160 Kinder während der Sommerferien drei Wochen lang ihr Deutsch in kleinen Gruppen in Jugendherbergen rund um Frankfurt. Mit der Sprachförderung ist Theaterspiel eng verbunden. Außerdem machen die Schüler mit bei einem tollen Freizeitprogramm. Ziel ist die deutliche Verbesserung von sprachlichem Verständnis und Ausdruck.
Presseerlärung
Sprache – Theater – Freizeit!
Frankfurter „DeutschSommer“ zum fünften Mal gestartet
„Singend Deutsch lernen“: Zusammenarbeit mit Primacanta
Frankfurt am Main, 27. Juni 2011. In der Zeit vom 27. Juni bis 15. Juli
2011 bietet das Sprachförderprogramm „DeutschSommer“ Drittklässlern
wieder eine intensive Deutschförderung zu Beginn der Sommerferien.
Erstmalig arbeitet der Frankfurter DeutschSommer mit Primacanta,
einem gemeinsamen Projekt der Crespo-Foundation und Hochschule für
Musik und Darstellende Kunst Frankfurt, zusammen. An den Frankfurter
DeutschSommer-Standorten wollen zwei Gesangs-Coaches des
Primacanta-Projekts in Workshops die Kinder für das Singen begeistern
und ihre Singkompetenz weiter entwickeln. Singen ist wie das Sprechen
auch eine Grundfähigkeit aller Kinder, die in frühem Alter gefördert
werden muss.
Im letzten Jahr konnte der DeutschSommer erstmals auf Hanau,
Offenbach und Wiesbaden ausgeweitet werden, so dass der
DeutschSommer seitdem in vier Kommunen gleichzeitig starten kann.
Insgesamt nehmen 255 Kinder an den Sprachferien teil: 150 in Frankfurt,
45 in Offenbach und jeweils 30 in Hanau und in Wiesbaden. Die
teilnehmenden 150 Frankfurter Kinder stammen aus 28 Stadtteilen, vor
allem aus dem Gallus, dem Ostend und aus Höchst. Rund 85 Prozent
der Kinder haben einen Zuwandererhintergrund: Insgesamt sind 45
Herkunftsländer vertreten. Die Kinder kommen aus 40 Frankfurter
Grundschulen.
Der DeutschSommer zielt auf eine deutliche Verbesserung des
sprachlichen Verständnisses und Ausdrucks kurz vor Beginn des für die
weitere Schullaufbahn so entscheidenden vierten Schuljahres. In fünf
Jugendherbergen der Region erhalten Drittklässler mit intensivem
Förderbedarf in der deutschen Sprache täglich zwei Stunden
Deutschunterricht und zwei Stunden sprachintensives Theaterspiel,
ergänzt um ein anregendes Freizeitprogramm. Mit Betreuungs-Teams,
bestehend aus einer Lehrkraft für Deutsch als Zweitsprache, einem
Theaterpädagogen und einem Sozialpädagogen, werden die drei
DeutschSommer-Schwerpunkte – Sprache, Theater und Freizeit – eng
miteinander verzahnt.
Im März 2011 wurde der DeutschSommer von der PHINEO gAG, einem
bundesweit tätigen Analystenhaus für gemeinnützige Projekte, als
„herausragend“ bewertet. 2010 war der DeutschSommer bereits ein
„Ausgewählter Ort im Land der Ideen“.
Kontakt:
Stiftung Polytechnische Gesellschaft
Oliver Beddies - Projektleiter „Bildung“
Telefon: 069 789 889 23
E-Mail: beddies(at)sptg.de
i. A. Jasmin Graf
Auszeichnung
„PHINEO ist eine Plattform für soziale Investoren. Sie gibt Stiftern, Spendern und sozial engagierten Unternehmen Orientierung bei der Suche nach Themenfeldern und konkreten Projekten für ihr wirkungsvolles soziales Engagement. Mit einer unabhängigen Analyse überprüft PHINEO gemeinnützige Organisationen hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit und des Wirkungspotentials ihrer Projekte. Das vierstufige Analyseverfahren besteht aus der Beantwortung von Online-Fragebögen, Auswertung von Evaluationsberichten oder inhaltlichen Konzepten, vor Ort Besuchen und einer abschließenden Entscheidung durch eine Empfehlungskommission. Den Rahmen für die PHINEO-Analyse bieten die Themenreports.
Am 15. März 2011 stellte PHINEO in Berlin den neuen Themenreport „Brücken bauen – Integration junger Migranten durch Bildung“ vor. PHINEO bewertet darin die beiden Programme „DeutschSommer“ und „Diesterweg-Stipendium für Kinder und ihre Eltern“ der Stiftung Polytechnische Gesellschaft und ihrer Partner als „herausragend“. Laut Themenreport gelingt es beiden Programmen erfolgreich, Migranten durch Bildungsangebote so zu fördern, dass sich ihre Chancen für eine erfolgreiche Integration nachhaltig verbessern. Der „DeutschSommer“ bietet Drittklässlern mit schwachen Deutschkenntnissen in den ersten drei Wochen der Sommerferien eine intensive Sprachförderung.“
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