TalenteWerkstatt

Im Jahr 2009 hat die Gesellschaft für Wirtschaftskunde mit mehreren Kooperationspartnern eine Kompetenzfeststellung für Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse aus fünf verschiedenen Hauptschulen aus Hanau und Umgebung durchgeführt. In der "TalenteWerkstatt" können die Schüler mindestens 3 Berufsfelder intensiv praktisch ausprobieren, denn sie sind komplette zwei Wochen, 80 Zeitstunden , in den Werkstätten. Aufgrund der positiven Resonanz, im Hinblick auf das Engagement für die eigene Berufswahl, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung und im Nachgang das Bundesinstitut für berufliche Bildung als Programmveranstalter die finanzielle Unterstützung für 2010 verdoppelt.

Die Peter Fuld Stiftung ist seit Januar 2010 Kooperationpartner in diesem erfolgreichen Projekt , da ein großer Anteil von Jugendlichen, die aufgrund ihrer Herkunft benachteiligt sind, angesprochen werden. Der erste Durchlauf beginnt in den ersten beiden Februarwochen.

Auch im Jahr 2011 hat die Peter Fuld Stiftung ihre finanzielle Unterstützung zugesagt. Es ist geplant , die TalenteWerkstatt für rund 200 Schülerinnen und Schüler der 8.Klassen durchzuführen. Jeder bekommt am Ende der zwei Wochen einen detaillierten Kompetenzprofilbogen, mit dem er , die Lehrkräfte, die Eltern eine gute Grundlage zur weiteren Gestaltung des Berufswahlprozesses haben.

Gruppengrößen mit 8 bis 12 Schüler pro Praxisfeld werden angestrebt. Neben den berufsfeldspezifischen Kompetenzerprobungen sollen folgende "allgemeine Test" in die Eignungsanalyse aufgenommen werden:

1.Mathematiktest- Überprüfung des vorhandenen allgemeinen mathematischen Grundlagenwissens wie Grundrechenarten Bruchrechnen, Dreisatz und Prozentrechnung.

2.60minütiger Deutschtest, der insbesondere auch die Sprachkompetenz der Schüler in den Vordergrund rücken soll: Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung.

3.EDV-Test am Computer, er soll Aussagen über die IT-und Medienkompetenz der Schüler geben. Für bestimmte gewerbliche und technische Berufe wie z.B. der Modeberuf des KFZ.-Mechatronikers sind EDV-Kenntnisse unabdingbar.

4. Logiktest. Mit ihm sollen Aussagen zum räumlichen Feststellungsvermögen und zum technischen Grundverständnis gewonnen werden.

5.Assessment-Center-Übung Dienstwagen.Dies ist ein Rollenspiel, in dem sowohl die Konflikt-,Team- und Durchsetzungsfähigkeit als auch die Sprachkompetenzen beobachtet werden.

Berufsfelder, wobei mindestens drei von sechs ausgewählt werden

Nach einer Sicherheitsunterweisung des Ausbilders zum Umgang mit den Geräten und Werkzeugen, stellt dieser jeweils  kurz die Ausbildungsberufe und Tätigungsschwerpunkte kurz vor. Der Teilnehmer erhält danach einen praktischen Arbeitsauftrag, bei dem insbesondere die Arbeitsplanung, die Ausdauer, die Feinmotorik, die kritische Kontrolle z. B. Überprüfung der Anzeichnung und der Sorgfalt beobachtet werden.

Berufsfeld Holz Eine mögliche Arbeitsprobe ist das Herstellen eines Holzrahmens.

Berufsfeld Metall Mit verschiedenen Vorlagen besteht die Arbeitsprobe darin, Draht zu biegen.

Berufsfeld Installationstechnik/Elektro Die Arbeitsprobe Elektrotechnik ist das Messen elektrischer Größen. Hierzu gehört Bedienung von analogen Zeigerinstrumenten und digitalen Multimedien.

Berufsfeld Maler und Lackierer Eine mögliche Arbeitsprobe ist das Lackieren einer Holzfläche oder das Verarbeiten einer Tapete.

Berufsfeld KFz-Technikerhandwerk(Kfz-Mechatroniker) Der Arbeitsauftrag könnte in Form von Einstellarbeiten an den Übungsmotoren oder -Fahrzeugen erfolgen.

Berufsfeld Frisöre/Kosmetik

Bei einer 50% öffentlichen Förderung durch das Bundesinstitut für Berufliche Bildung beteiligen sich an der anderen Hälfte aus der Region  das Hessische Wirtschaftsministerium, die Stadt Hanau, die Bertha Heraeus und Kathinka Platzhoff Stiftung, die Hanauer Bürgerstiftung , die Peter Fuld Stiftung sowie die jeweiligen schulischen Fördervereine an der Finanzierung.

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