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Neuer Seminartermin für die Bussinessplanschulung in Gießen am 26./27.11.2018

Besuch des Staatsministers Kai Klose (HMSI) anläßlich eines Seminiars der Wirtschaftspaten in Rüsselsheim

          


PRESSEINFORMATION

Staatssekretär Klose: „Projekt ‚Migranten werden Unternehmer‘ hat Vorbildcharakter“


Frankfurt/Rüsselsheim am Main. Staatssekretär Kai Klose war im Rüsselsheimer Rathaus zu Gast, um sich über das mehrfach ausgezeichnete Projekt „Migranten werden Unternehmer“ der Peter Fuld Stiftung und des Vereins „Die Wirtschaftspaten“ zu informieren. Dabei stellten sich zwei Unternehmen vor, die nach Teilnahme an dem Seminar den Sprung in die Selbstständigkeit erfolgreich gemeistert haben: Die Holzofen Kantine der Familie Irmak in der Rüsselsheimer Innenstadt sowie das IT-Dienstleistungsunternehmen BOTS4YOU von Mervan Miran.

Noch am Anfang stehen neun potentielle Existenzgründerinnen und Existenzgründer, die im Rahmen des Projekts an einem zweitägigen Seminar teilgenommen haben, das mit Unterstützung der Wirtschaftsförderung der Stadt Rüsselsheim am Main im Rathaus stattfand. Das Seminar richtete sich an Migrantinnen und Migranten, weil sie in Deutschland einen überdurchschnittlichen Gründungsbeitrag leisten, und ihre Gründungsneigung höher als im Allgemeinen ist. Sie schaffen nach ihrer Gründung häufiger und mehr Arbeitsplätze. Das sind die Ergebnisse einer Sonderauswertung der Kreditanstalt für Wiederaufbau.

Oberbürgermeister Udo Bausch sagte bei der Begrüßung: „Rüsselsheim am Main ist eine Stadt mit Zukunft. Die Bevölkerung wächst stetig, und mit 126 vertretenen Nationen wird Internationalität seit Jahrzehnten tagtäglich gelebt. Dies ist für die Zukunft der Wirtschaft in der gesamten Region wichtig.“

Zum Engagement der Peter Fuld Stiftung führte Brigitte Wösthoff, Vorstandsvorsitzende Peter Fuld Stiftung, aus: „Wir wollen neue Gründungen ermöglichen. Dabei sollen nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch Ausbildungsplätze für junge Menschen geschaffen werden.“ Dafür könne die Stiftung insgesamt auf große Erfolge zurückblicken. Bis 2017 hätten sich 35 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nachhaltig positiv weiterentwickelt.

Großes Lob erhielten die Stiftung und die Wirtschaftspaten von Staatssekretär und Bevollmächtigtem für Integration Kai Klose aus dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration. Er sagte: „Das Projekt ‚Migranten werden Unternehmer‘ hat Vorbildcharakter und strahlt auf die gesamte Gesellschaft aus.“ Die Bedeutung von selbstständigen Migrantinnen und Migranten nehme für die Wirtschaft weiter zu und zeige sich unter anderem darin, dass sie im beachtlichen Maße junge Menschen ausbildeten.

Zum Engagement der Wirtschaftspaten für Existenzgründerinnen und –gründer in dem Projekt ergänzte der Ehrenvorsitzende Jürgen Pöttker: „Wir wollen mit unseren Erfahrungen als ehemalige Fach- und Führungskräfte etwas Gemeinnütziges tun.“ Der Verein hätte seit der Gründung 2012 insgesamt 9.000 Menschen mit und ohne Migrationshintergrund in Fragen von Gründungen und Unternehmensnachfolge betreut. Damit konnten nach Schätzungen des Vereins 11.000 Arbeitsplätze gesichert werden.

 

 

Das erfolgreiche Projekt „Migranten werden Unternehmer“ geht auf Besonderheiten von Existenzgründungen ein. Denn etwa jeder fünfte Existenzgründende hat eine ausländische Staatsbürgerschaft oder die deutsche Staatsbürgerschaft erst nach der Geburt erworben. Die Agentur für Arbeit stellt fest, dass die von Migrantinnen und Migranten gegründeten Unternehmen sich häufig von anderen Gründungen unterscheiden. Die Motivation, ein Unternehmen zu gründen und auch die Struktur des gegründeten Unternehmens sind oft anders.

Das Projekt greift diese speziellen Aspekte auf und hilft Existenzgründerinnen und -gründern mit Migrationshintergrund erfolgreich in die Selbstständigkeit zu starten. Es wurde 2010 von der Peter Fuld Stiftung initiiert und steht seitdem unter der Schirmherrschaft des Hessischen Sozial- und Integrationsministers. Das Konzept lobte Staatssekretär Klose beim Termin in Rüsselsheim als „wegweisend“.

Das Seminar findet an unterschiedlichen Orten im Rhein-Main-Gebiet statt. In den vergangenen sieben Jahren waren es 19 Veranstaltungen mit 233 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. In einem zweitägigen Seminar vermitteln Experten allgemeine Informationen zur Existenzgründung und erläutern, wie eine Geschäftsidee in einen Businessplan umgesetzt werden kann. Im Anschluss betreuen die Wirtschaftspaten die Gründungswilligen ein Jahr lang durch individuelle Beratungen.

Die Wirtschaftspaten sind ein Verein von rund 40 ehemaligen Fach- und Führungskräften. Sie bieten neben ehrenamtlicher Beratung zweitägige Businessplanschulungen und die weitergehende kostenlose Betreuung für ein Jahr an. Das Projekt hat 2011 den Sonderpreis zum Hessischen Integrationspreis gewonnen.

Die Peter Fuld Stiftung wurde 1969 in Frankfurt gegründet. Sie unterstützt Jugendliche und junge Erwachsene, die aufgrund ihrer Herkunft benachteiligt sind, in ihrer Erziehung und Ausbildung durch die Vergabe von Stipendien oder unterstützt Integrationsprojekte.

18.3.2018 Buchholz

 

Migranten werden Unternehmer

Grenzenlos durchstarten

Sie wollen erfolgreicher Unternehmer werden?

- ...doch wie erstellt man einen Businessplan?

- ...wie beschreibe ich mein Gründervorhaben?

- ...wie stellt sich die Marktsituation in dem von Ihnen angestrebten Projekt dar?

- ...wie wollen Sie Ihre Idee finanzieren?

In einer zweitägigen Businessplan-Schulung werden im kleinem Kreis relevante Themen und Fragen besprochen, die zum Schreiben ihres persönlichen Businessplanes erforderlich sind. Im Anschluss bieten wir ihnen zusätzliche Hilfe an und geben ihnen Antworten auf ihre individuellen Fragen.

Die Schulung und  Betreuung ist für alle Teilnehmer kostenfrei und kann ein ganzes Jahr lang in Anspruch genommen werden. Sie wird von dem Kooperationspartner "Die Wirtschaftspaten e.V." durchgeführt!

 

Bitte wenden Sie sich direkt an die Wirtschaftspaten  für weitere Informationen, für eine kostenlose Beratung und Schulung.

Kontakt und Anmeldeformulare finden Sie unter www.wirtschaftspaten.de.

Eine hohe Vertraulichkeit ist für die Wirtschaftspaten selbstverständlich.

 

Die Förderer und Partner

Dies ist ein Kooperationsprojekt der Peter Fuld Stiftung mit dem Verein Die Wirtschaftspaten e.V., unterstützt durch das Bankhaus HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Frankfurt. Die Schirmherrschaft wird durch den Hessischen Staatsminister Herrn Grüttner für Soziales und Integration ausgeübt.. Weitere Partner sind die Gesellschaft für Wirtschaftskunde Hanau, IHK Gelnhausen-Schlüchtern-Hanau und IHK Frankfurt.

Preise und Auszeichnungen (siehe Punkt "Auszeichnungen" unten)

 

 

 

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Hessische Integrationsbrief 2015 vom Ministerium für Soziales berichtet über das Projekt

Informationsveranstaltung 27.1.2015

 

„Integrationspolitik in Hessen setzt auf die Potenziale der Menschen, die bei uns eine neue Heimat gefunden haben.“

27.01.2015

Pressestelle:

Hessisches Ministerium für Soziales und Integration [1]

Frankfurt. Angehende Unternehmer müssen nicht nur eine kluge Idee haben, sie müssen Behördengänge absolvieren, Steuerangelegenheiten regeln und Businesspläne zur Finanzierung erstellen. Dies ist für Menschen mit Migrationshintergrund oft mit großen Hürden verbunden. Das im Jahr 2010 mit dem Sonderpreis des Hessischen Integrationspreises ausgezeichnete Projekt „Migranten werden Unternehmer“ der Peter Fuld Stiftung richtet sich an junge Migrantinnen und Migranten, die sich in der Wirtschaftsregion Frankfurt/Rhein-Main und Main-Kinzig-Kreis selbständig machen möchten. Sie sollen durch Kompaktkurse in ihrem Ziel der Existenzgründung unterstützt werden.

 

Ehrenamtliche Paten

„Mit ihrem Projekt „Migranten werden Unternehmer“ stellt sie gründungswilligen Migrantinnen und Migranten erfahrene Wirtschaftspaten zur Seite, die ihnen ein Coaching insbesondere zum Erstellen eines Business Plans geben. Und - das möchte ich hervorheben - diese Wirtschaftspaten sind ehrenamtlich tätig! Sie sind damit ein Vorbild für die gesamte Gesellschaft.“ sagte der Schirmherr des Projekts, Integrationsminister Stefan Grüttner, anlässlich des heutigen Informationstages in Frankfurt, und dankte allen beteiligten Partnern - insbesondere der Peter Fuld –Stiftung - für die Realisierung des „wegweisenden Konzeptes“. „Gastarbeiter“ gibt es nicht mehr. Es gibt nur noch Hessinnen bzw. Hessen mit und ohne Migrationshintergrund, die sich hier zu Hause fühlen und ihr Geschick selbst in die Hand nehmen. Denn sie wollen wirtschaftlich nicht abhängig, sondern eigenverantwortlich tätig und wirtschaftlich und sozial erfolgreich sein.“ führte Grüttner weiter aus.

Ziel des Projekts

Ziel des Projektes ist es, die Selbständigenquote bei Migrantinnen und Migranten zu erhöhen und neue Ausbildungs- und Arbeitsplatzmöglichkeiten zu schaffen. Gefördert wird das Projekt durch die Peter Fuld Stiftung und das Bankhaus HSBC Trinkaus & Burkhardt AG Frankfurt. Kooperationspartner sind die Wirtschaftspaten e.V., Gesellschaft für Wirtschaftskunde und dem IHK Forum Rhein/Main. „Mehr und mehr gehen Migrantinnen und Migranten den Weg der Selbständigkeit. Nach dem Mikrozensus 2011 gibt es in Hessen etwa 77.000 Selbständige mit Migrationshintergrund; dies entspricht ca. 10% aller Erwerbstätigen mit Migrationshintergrund. In Städten wie Offenbach mit ihrem hohen Migrationsanteil sieht es sogar noch besser aus. Mehr als die Hälfte der Unternehmensgründungen erfolgen hier durch Menschen nichtdeutscher Herkunft. Dies zeigt eine Entwicklung auf, die unterstützt und gefördert werden muss“, so Grüttner

Qualifizierte einjährige Schulung

Im Rahmen des seit 2010 laufenden Projektes erhalten ausgewählte Migrantinnen und Migranten eine einjährige qualifizierte Schulung und die Möglichkeit von Einzelcoachings. Dies betrifft insbesondere auch die Bereiche Marketing und Aquise. Auch bei Behördengängen erfolgt ggfs. eine Begleitung. Durch die Beteiligung der Wirtschaftspaten e.V. am Projekt wird die langfristige Begleitung der Existenzgründer über die Anfangsphase hinweg gewährleistet. Die Wirtschaftspaten üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus. „Ich würde mich sehr freuen, wenn es als „Best practice“ nicht nur im Rhein-Main-Gebiet, sondern auch in anderen Regionen Hessens und Deutschlands umgesetzt werden würde. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht: Die Peter Fuld Stiftung hat am 21. Januar ihr Projekt in der Hessischen Landesvertretung Berlin einem bundesweiten Publikum vorgestellt“, so Grüttner abschließend.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecherin:

Esther Walter

Pressestelle: Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

Telefon: +49 611 817 3408

Telefax: +49 611 8908 4666

E-Mail: presse@hsm.hessen.de [3]

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