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Gewerbe Wirtschaftspaten beraten Existenzgründer

10.03.2018 Von Egal ob in der Gastronomie oder im Technik-Labor: Gefragt sind Menschen, die etwas Eigenes auf die Beine stellen wollen. So wie Nilüfer Irmak und Mervan Miran.

Erfolgreiche Unternehmer mit Migrationshintergrund: Nilüfer Irmak (Holzofen-Kantine) und Mervan Miran (Bots4You).

Rüsselsheim. 

Unternehmerischer Erfolg hat nichts mit der Nationalität zu tun, sondern mit Vision und Risikobereitschaft. Beides haben die Türkin Nilüfer Irmak und der Kurde Mervan Miran. Und noch etwas haben sie gemein – die Wirtschaftspaten in Rüsselsheim. Rund 40 ehemalige Fach- und Führungskräfte des Vereins stehen beim Projekt „Migranten werden Unternehmer“ Menschen mit Migrationshintergrund mit Rat und Tat zur Seite. So auch Irmak und Miran.

Die 41-jährige Nilüfer Irmak eröffnete vor drei Jahren mit ihrem Mann Ridvan die Holzofen-Kantine in der Marktstraße. Dort gibt es italienische Spezialitäten für die Gäste – Pizza, Pasta und Salate. „Mein Mann ist auf das Projekt ,Existenzgründung’ aufmerksam geworden und hat sich bei den Wirtschaftspaten Hilfe geholt“, erinnert sich Irmak.

Bevor sie ihre Geschäft in der Marktstraße eröffnen konnten, mussten sie das Haus renovieren, was viel Schweiß und Geld kostete. „Wir haben viel Unterstützung bekommen“, resümiert Irmak. Mittlerweile schieben sie und ihr Mann im Minutentakt Pizzen in den Holzofen – sieben Tage die Woche. Nilüfer Irmak geht in ihrer Arbeit auf, begeistert erzählt sie von der Kantine. Und damit sich auch Oberbürgermeister Udo Bausch (parteilos) und Staatssekretär Kai Klose (Grüne) von dem Rüsselsheimer Geschäftserfolg überzeugen können, hatte Irmak einen Stapel frisch gebackener Pizzen mitgebracht.

Der Staatssekretär und Bevollmächtigte für Integration und Antidiskriminierung der hessischen Landesregierung sprach von einem Paradigmenwechsel, weg vom Gastarbeiter, hin zum qualifizierten Unternehmer. Ihre Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland nehme immer mehr zu.

Arbeitsplätze schaffen

Jürgen Pöttker, Ehrenvorsitzender der Wirtschaftspaten, hat Zahlen parat. In sechs Jahren habe der Verein gemeinsam mit der Peter-Fuld-Stiftung in Frankfurt 19 Veranstaltungen zur Existenzgründung für Migranten durchgeführt. Rund 35 Prozent der Teilnehmer hätten im vergangenen Jahr erfolgreich ein eigenes Unternehmen gegründet. Dadurch würden auch wichtige Arbeitsplätze geschaffen, gab er zu bedenken.

Erfolgreich durchgestartet war vor einem halben Jahr auch der Ingenieur und Medizinphysiker Mervan Miran. In Gießen gründete der jetzige Geschäftsführer die Firma „Bots4You“. Er entwickelt mit seinem Team intelligente Programme. Sie kommen im Kundenservice zum Einsatz, beantworten Fragen in Sekundenschnelle. „Man chattet quasi mit dem Roboter“, fasst Miran zusammen.

Um das zu demonstrieren, hat er eine Präsentation vorbereitet. Tippt er eine Frage in den Dialogkasten ein, erscheint eine vorformulierte Antwort. Der Jungunternehmer will mehr wissen und stellt eine weitere Frage, wieder antwortet der smarte Assistent – ein Dialog zwischen Mensch und Maschine. „Wir haben die Technik der präzisen Satzanalyse entwickelt“, sagt Miran stolz. Und da textbasierte Dialogsysteme, sogenannte Chatbots, gerade erst den deutschen Markt erobern, blickt der Unternehmensgründer positiv in die Zukunft.

Mit den Wirtschaftspaten bleibt der junge Mann in Kontakt. Sie werden ihn noch vier Monate lang auf seinem Weg in die Selbstständigkeit begleiten.

Wenn Migranten zu Unternehmern werden

Rüsselsheim10.03.2018

AllgemeineZeitung Rüsselsheim

Von Joachim Weiß

RÜSSELSHEIM - Unter dem Titel „Migranten werden Unternehmer“ gründete die Stiftung „Peter Fuld“ das Projekt mit dem Bankhaus HSBC Trinkhaus & Burkhardt AG und in Kooperation mit dem Verein „Die Wirtschaftspaten“. Ziel ist die Förderung qualifizierter Unternehmensgründungen durch Migranten, die eine hohe Tragfähigkeit über Jahre gewährleisten soll. 2011 erhielt das Projekt den Sonderpreis zum Hessischen Integrationspreis und steht unter der Schirmherrschaft des Hessischen Sozial- und Integrationsministeriums.

Mit der Rüsselsheimer Wirtschaftsförderung veranstalteten die Wirtschaftspaten ein zweitägiges Seminar für Existenzgründer mit Migrationshintergrund. Staatssekretär Kai Klose aus dem Sozialministerium besuchte die Veranstaltung. Oberbürgermeister Udo Bausch empfing die Gäste im Trauzimmer des Rathauses und betonte die Bedeutung dieser Unterstützung der Migranten. Integration funktioniere hier hervorragend. Klose erläuterte mit einigen Zahlen die Wichtigkeit. In Deutschland gebe es 760 000 Selbständige mit Migrationshintergrund, die 2,2 Millionen Mitarbeiter beschäftigen. Eine Bertelsmann-Studie belegt, dass 48 Prozent in Dienstleistungen außerhalb von Handel und Gastronomie (28 Prozent) aktiv sind.

  • WIRTSCHAFTSPATEN

    Gegründet 1969 in Frankfurt, unterstützt die Stiftung Jugendliche und junge Erwachsene, die aufgrund ihrer Herkunft benachteiligt sind. Die „Wirtschaftspaten“ beraten Existenzgründer seit 2002, bisher wurden mit 7000 Projekten etwa 10 000 Arbeitsplätze geschaffen. (ajw)

Führungskräfte geben ihre Erfahrungen weiter

Die Vorstandsvorsitzende der Fuld-Stiftung, Brigitte Wösthoff, bedankte sich für den Besuch Kloses. Der Ehrenvorsitzende der „Wirtschaftspaten“, Jürgen Pöttker, stellte den Verein vor, in dem 40 ehemalige Unternehmer und Führungskräfte aus Industrie, Handel und Dienstleistung Erfahrungen weitergeben. Seit 2010 förderte der Verein in dem Projekt 233 Teilnehmer aus 35 Nationen. Nilüfer Irmak zum Beispiel betreibt mit ihrem Ehemann seit 2014 die „Holzofenkantine“ in der Innenstadt.

Anschließend besuchten die Gäste das laufende Seminar. Dort wurde die Firma buts4jou präsentiert. Chatbots haben die Aufgabe, Unternehmen nach außen zu repräsentieren, Fragen zu beantworten, Auskünfte zu erteilen, sich um Kundenprobleme zu kümmern. Die Firma verfügt über 600 000 Worte im Speicher. Eindrucksvoll war die Darstellung, wie das Gerät auf gestellte Fragen antwortet. „Wirtschaftspaten“ helfen dabei, die Firma auf dem Markt zu platzieren.

Besuch von Herrn Tarek Al Wazir in Gießen am 17.2.2017 in Gießen

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Informationsveranstaltung am 7.5.2014 in Hanau anlässlich neuer Schulungen 5/14

Hanauer Anzeiger vom 14.5.2015

(Bitte darauf klicken zur Vergrößerung)!

Stadt Hanau 23.4.2013

Pianistin wird Unternehmerin

Anna Schwarz kam aus Sibirien, studierte, promovierte und gründete Firma

Region Hanau(bac). Anna Schwarz sollte eigentlich Pianistin werden. Heute ist die gebürtige Kasachin studierte und promovierte Maschinenbauerin. Und Existenzgründerin ist Anna Schwarz noch dazu. Kein Wunder, dass die Beteiligten des Integrationsprojektes "Migranten werden Unternehmer" genau sie ausgewählt haben, um ihre Erfahrungen zu schildern. In Hanau vor Ort war dazu auch Staatsminister Michael Boddenberg.

Anna Schwarz kam 1985 mit ihrer Familie aus Sibirien nach Hessen. 15 war sie damals, sprach kein Wort Deutsch und kein Englisch. Eine schwere Zeit sei das gewesen. Die Familie fand eine zweite Heimat in dem 200 Seelen-Ort im Westerwald."Ein Segen", sagt die heute 33-Jährige. Ein kleines Dorf, eine kleine Schule, aber große Aufmerksamkeit für die Kinder aus Russland. "Die Integration läuft da besser, als in einem Ballungsgebiet", sagt Anna Schwarz rückblickend. "Wer an einem Ort kommt, an dem er sich nicht integrieren muss, hat keine Not ,die Sprache zu lernen", glaubt die großgewachsene, dunkelhaarige Frau mit tiefer Stimme.

Sie ist ein Musterbeispiel für Integration, aber nicht die Regel, das weiß sie selbst. 1997 hat Frau Anna Schwarz ihren Realschulabschluss gesmacht, drei Jahre später das Abitur draufgesetzt. Deutsch und Englisch hat sie die ganze Zeit über parallel gelernt. "Die Sprache ",sagt sie," ist der Schlüssel für alles. Ohne die Sprache geht gar nichts." In Russland hatte Anna Schwarz eine musikalische Ausbildung und bereits die Zusage für eine renomierte Musikschule."Für Unterricht auf diesem Niveau hatten wir nach dem Umzug nach Deutschland überhaupt kein Geld.", sagt sie- und entschied sich, Maschinenbau an der Technischen Universität Darmstadt zu studieren. 2010, nach einem Jahr in Frankreich und mitten in der Promotion, hat sie beschlossen, mit ihrem Partner; ebenso ein studierter Maschinenbauer; die Firma Danto Invention in Erzhausene zu gründen. Hier werden heute Automobilteile aus Faserkunststoff -Verbundmaterialien hergestellt. Diese Feder für Autos sind bis zu 70 Prozent leichter als Konstruktionen aus Stahl- mit Blick auf steigende Spritpreise und Effizienzdabatten durchaus ein Thema für die Automobilhersteller: Die Entwicklungsprojekte laufen bereits. 2014 soll das Produkt in Serie gehen. Weitere Ideen liegen schon in der Schublade.

Vor der Existenzgründung allerdings kam die Schullung der Wirtschaftspaten im TGZ in Hanau- Wolfgang. Anna Schwarz nahm an einer Businessplan- Schulungen des Vereins teil. Auch Themen wie Marketing ,Aquise unf Betriebswirtschaft wurden im Rahmen des Projektes angesprochen. Im Anschluss gab es die Hilfe bei Behördengängen .Die 33-Jährige hal all das als große Unterstützung empfunden.

Sieben Veranstaltungen dieser Art hat die gemeinnützige Organisation in den vergangenen zwei Jahren bereits durchgeführt. 60 Migranten aus 25 Nationen haben daran teilgenommen, die meisten kamen aus Osteuropa.

Helmut Eikelmann , der Vorsitzende der Wirtschaftspaten, lobt die Vielfalt der Geschäftsiddeen. Gastronomie, Handwerk, innovative Ideen wie die von Anna Schwarz- all das gab es in den zwei Jahren. Das Ergebnis nach einem Jahr Nachbetreuung kann sich sehen lassen: 15 erfolgreiche Gründungen." Das fordert uns ältere Herrschaften", sagt Helmut Eikelmann und lacht," es macht uns aber auch sehr viel Spass".

Wies weitergehen soll? Anna Schwarz und ihr Partener wollen Arbeitsplätze schaffen und Innovationen auf den Markt bringen."Wir wollen die Firma entwickeln und ausbauen", sagt die 33- Jährige. In der Produktionshalle in Erzhausen stehen heute Maschinen im Wert von 300.000 Euro, dennoch ist es für die junge Unternehmerin schwierig, Geldgeber für den Ausbau und weitere Projekte zu finden." Mein Partner ist Deutscher. Das war bisher immer ein sehr großer Vorteil- auch wenn es um Sicherheiten ging," weiß Anna Schwarz." Ich allein als Migrantin hätte das so nicht finanzieren können". Die nächsten Gespräche mit Banken stehen bereits an. Und Piano spielt Schwarz nur noch in der Freizeit.

Staatsminister Michael Boddenberg Informtionsgespräch am 19.4.13 in Hanau

Herr Dr. Wolfgang Knof, Frau Dr.Anna Schwarz, Herr Roland Maisch, Herr Hortst Hupke,Herr Staatsminister Michael Boddenberg, Frau Katja Leikert, Frau Srita Heide, Herr Bernd Crusius, Herr Helmut Eikelmann

November 2011 "Best Practice" Modell

Das Hessische Ministerium der Justiz, für Integration und Europa hat im September 2011 eine Broschüre zu "Integration konkret, Projekte hessischer Stiftungen" herausgegeben. Das Projekt "Migranten werden Unternehmer" wurde als eins der sechzehn "Best Practice" Modelle aufgenommen. Des Weiteren fand es Aufnahme auf der Europäischen Webseite für erfolgreiche Integrationsprojekte.

Verleihung des Sonderpreises des Hesssischen Integrationspreises 2010

Hessischer Integrationspreis 2010 - Ministerpräsident Volker Bouffier: „Integration kann nicht staatlicherseits verordnet werden, sondern ist ein individueller und persönlicher Prozess.“

11.11.2010 - Pressemitteilung

Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn: „Hervorragende Projekte und Initiativen beweisen, dass Integration in Hessen positiv gelingen kann.“

Der Hessische Ministerpräsident, Volker Bouffier, und der Hessische Integrationsminister, Jörg-Uwe Hahn, haben heute bei der Verleihung des Hessischen Integrationspreises die Preisträger geehrt und die Integrationsbemühungen des Landes, des Bundes und der Kommunen hervorgehoben. „Der Hessische Integrationspreis ist Ausdruck der Haltung, mit der die Landesregierung an die Frage herangeht, wie wir den Menschen die aus anderen Ländern und Kulturen zu uns nach Hessen gekommen sind und kommen, eine erfolgreiche Integration ermöglichen können“, sagte Ministerpräsident Bouffier. Integration könne nicht staatlicherseits verordnet werden, sondern sei ein „individueller und persönlicher Prozess“. Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn ergänzte: „Integration ist ein wesentliches Zukunftsthema unserer Gesellschaft und gehört daher bereits seit gut zehn Jahren zu den Schwerpunkten der Hessischen Landesregierung. Es ist mein großes Ziel, allen hier in unserem Land lebenden Menschen zu zeigen, dass Integration für uns alle ein großer Gewinn ist“, so Hahn.

Gerade die Verleihung des Hessischen Integrationspreises leiste hierzu einen herausragenden Beitrag. „Hier können wir jedes Jahr aufs Neue beweisen, dass es in Hessen eine sehr große Zahl von hervorragenden Projekten und Initiativen gibt, die uns tagtäglich vor Augen führen, dass Integration positiv gelingen kann. Dieses herausragende Engagement wollen wir würdigen und noch weiter in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken“, betonte Minister Hahn.

Auch in diesem Jahr war die Ausschreibung des Integrationspreises themenbezogen gestaltet. Zur Bewerbung waren Projekte aufgerufen, die mit besonderem ehrenamtlichen Engagement einen wichtigen Beitrag für eine bessere Integration von Zuwanderern bilden und so den Menschen ermöglichen, aktiver am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Eingegangen sei eine Vielzahl von hervorragenden Bewerbungen. Deshalb sei es der Jury auch nicht leicht gefallen, aus den 61 vorgeschlagenen, sehr guten Projekten, die Preisträger zu ermitteln. „Namhafte Vertreterinnen und Vertreter deutscher und ausländischer Medien haben zusammen mit mir intensiv beraten und letztlich die drei Preisträger gekürt“, erklärte Minister Hahn.

Mit 12.000 Euro Preisgeld wird das Projekt „Knast trotz Jugendhilfe?“, HUJA e. V., Wiesbaden, prämiert. Das Projekt nutzt die Erfahrungen junger Strafgefangener mit ihren individuellen Lebenswegen als ein präventives Potential und leistet durch Botschaften der Inhaftierten an Schülerinnen und Schüler verschiedener Wiesbadener Schulen wichtige Präventionsarbeit. Das Projekt, das vor etwa zehn Jahren von Herrn Arnd Richter initiiert wurde und mittlerweile vom Verein HUJA e. V. (Hilfe und Unterstützung junger Arbeitsloser) getragen wird, sieht die jungen Häftlinge ausdrücklich als Partner an, die ihre Erfahrungen einbringen und sich dadurch mit ihrer bisherigen Biografie konstruktiv auseinander setzen.

Die Jury sieht in der Maßnahme ein herausragendes innovatives Beispiel von ehrenamtlicher Integrationsarbeit mit überregionaler Bedeutung, das zudem den Fokus nicht alleine auf Menschen mit Migrationshintergrund legt, sondern sowohl Zugewanderte als auch die Aufnahmegesellschaft anspricht. Darüber hinaus zeigt das Projekt in ausdrucksvoller Weise einen Weg auf, den Defizitansatz zu verlassen und Chancen und Potentiale stärker zu betonen.

Mit 8.000 Euro Preisgeld wird das „theater peripherie“, Frankfurt, prämiert. Seit seiner Gründung im Jahr 2008 ist das „theater peripherie“ ein weit über Frankfurt hinaus wirkendes Projekt, das die künstlerische Gestaltung von Erfahrungen aus Migration und Integration in den Mittelpunkt stellt und ein Ort der Begegnung von Deutschen und Migranten sein möchte. Der Gründer und Leiter der Maßnahme ist Alexander Brill, der es auf vorbildliche Weise versteht, ein integratives Ensemble aus Laienschauspielern und künstlerischem Nachwuchs zu formen, das Integrationsthemen nicht nur künstlerisch anspruchsvoll behandelt, sondern darüber hinaus bei Mitwirkenden und Publikum einen Reflexionsprozess anstößt. Die Auszeichnung erfolgt für das große private Engagement, das – gepaart mit ausgeprägtem künstlerischem Anspruch – ein authentisches, kulturverbindendes Theater ermöglicht, das fernab von jeglichen Klischees auch brisante gesellschaftliche Themen hochgradig professionell umsetzt.

Ein Sonderpreis wird dem Projekt „Migranten werden Unternehmer“, Frankfurt, verliehen. Die Peter Fuld Stiftung und die HSBC Trinkaus übernehmen die durch das Projekt entstehenden Kosten während die Wirtschaftspaten e. V. die Migranten beraten. Weitere Projektbeteiligte sind das IHK Forum Rhein-Main, das Technologie- und Gründerzentrum Hanau und die Gesellschaft für Wirtschaftskunde.

Der bestechende innovative und integrative Ansatz des im Mai 2010 neu gegründeten Projektes ist, Menschen mit Migrationshintergrund Hilfe zur Selbsthilfe bei der Erstellung eines Businessplans zu geben, um qualifizierte Existenzgründungen zu ermöglichen.

Die Jury möchte dieser Projektidee für Ihren innovativen Ansatz und aufgrund der vorbildhaften Generationen übergreifenden Zusammenarbeit eine Ehrung überreichen. Das ehrenamtliche Engagement zur Erhöhung der Selbständigenquote von Menschen mit Migrationshintergrund und die daraus folgende Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze bilden einen Leuchtturm, der die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit verdient.

„Die heutigen Preisträger geben uns ein hervorragendes Beispiel. Versuchen wir ihnen nachzueifern und unsere Integrationsarbeit intensiv und engagiert fortzusetzen“, so Minister Hahn abschließend.

Informationen:

Der Hessische Integrationspreis wird seit dem Jahr 2004 verliehen. Er wurde von der Landesregierung gestiftet zur Anerkennung und Würdigung nachhaltiger Maßnahmen, die dem Abbau von Schranken und Hemmnissen im Zusammenleben der einheimischen und zugewanderten Bevölkerung in Hessen dienen. Über die Verleihung des Integrationspreises entscheidet eine unabhängige Jury, die neben dem Hessischen Integrationsminister aus sieben namhaften Vertreterinnen und Vertretern von überregionalen deutschen und ausländischen Medien besteht.

Jurymitglieder:

  • Jörg-Uwe Hahn, Hessischer Minister der Justiz, für Integration und Europa
  • Horst Cronauer, Redaktionsleiter, Axel Springer AG Bild Frankfurt
  • Werner D’Inka, Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH
  • Joachim Frank, Frankfurter Rundschau
  • Kenan Kubilay, IHLAS Media & Trade Center GmbH
  • Ahmet Külahci, Dogan Media International GmbH
  • Dr. Helmut Reitze, Intendant, Hessischer Rundfunk
  • Nicolas Werner, Werner Media GmbH  

  • Pressestelle: Ministerium der Justiz, für Integration und Europa
    Pressesprecherin: Dagmar Döring
    Telefon: (0611) 32 2695, Fax: (0611) 32 2691
    E-Mail: pressestelle(at)hmdj.hessen.de

Berlin, 27. Januar 2011

Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen"

Das Integrationsprojekt " Migranten werden Unternehmer", Frankfurt, gehört zu den Preisträgern 2011 

Seit 2006 prämieren die Initiative "Deutschland-Land der Ideen"  und die Deutsche Bank mit dem Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen" unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten die besten Ideen und Projekte, die zur Zukunftsfähigkeit Deutschlands beitragen. Aus rund 2600 Bewerbungen wurde das Integrationsprojekt ausgewählt und die Peter Fuld Stiftung, Frankfurt, ist nun "Ausgewählter Ort 2011".

Als Preisträger 2011 repräsentieren wir Deutschland als das Land der Ideen: zukunftsorientiert, innovativ, kreativ und vielfältig. Diese Auszeichnung ist eine Anerkennung für die bisherige Arbeit der Peter Fuld Stiftung und der jetzigen mit dem Projektförderer HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Frankfurt, in Kooperation mit  "Die Wirtschaften e.V.",  IHK Forum Rhein-Main, Technologie- und Gründerzentrum Hanau GmbH und Gesellschaft für Wirtschaftskunde, Hanau.

Am 22.9.2011 wird in den Räumlichkeiten des Bankhauses HSBC Trinkaus & Burkhardt AG die Urkunde in einer feierlichen Veranstaltung überreicht.

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