Nachrichten
 


Die Peter Fuld Stiftung unterstützt seit 5 Jahren den Interkulturellen Dialog des Lions Club Frankfurt am Main Museumsufer

Der Lions Club Frankfurt am Main Museumsufer e.V. ist Organisator des "Interkulturellen Dialogs", ein Schulprojekt für Schüler/ innen der 5. bis 10 Klasse der Haupt-, Real- und integrierten Gesamtschulen in Frankfurt am Main.

3 Tage, 3 Orte, 3 Religionen

Das Konzept besteht darin, dass die Schüler im Rahmen ihrer Projektwoche eine frühzeitige Begegnung zwischen den Religionen und Kulturen erfahren zu lassen. Sie erhalten eine Einführung in die Grundlagen der verschiedenen Religionen. Die Schüler sprechen über Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Religionen und den Kulturen. Skepsis, Vorbehalte und Fremdheit sollen erst gar nicht entstehen. Verständnis zwischen Einheimischen und Zuwanderer soll geweckt werden, da  die Ablehnung häufig auf  kultureller und regligiöser Motive zurück zu führen ist.

Montag: Start der Projektwoche in der Schule. Grundlagenvermittlung und Diskussionen

Dienstag: Besuch des Bibelhaus- Erlebnismuseum. Schwerpunkt Christentum

Mittwoch: Besuch des Jüdischen Museums ( wegen Umbau zur Zeit Räumlichkeiten,Henry und Emma Budge Stiftung). Schwerpunkt Judentum

Donnerstag: Besuch des Instituts der arabisch-islamischen Wissenschaften, sowie Besuch einer Moschee.

Freitag: Reflexion und Abschluß der Projektwoche in der Schule

Unter der Schirmherrschaft der Stadt Frankfurt

Das Projekt startete in 2013 mit zwei Projektgruppen. In 2014 konnten schon 20 Schulklassen erfolgreich durch die Woche geführt werden. In 2015 wurden aufgrund der Schließung des jüdischen Museums nur  10 Gruppen durch das Projekt geführt . In 2016 ist das Projekt in den angemeldeten Schulen erfolgreich umgesetzt worden. Die Schüler waren sehr lebhaft und interessiert.

Die Finanzierung des Projektes tragen folgende Partner:

LIONS Hilfe Frankfurt Museumsufer e.V., der Distrikt- Verfügungsfond des LIONS Distrikts 111MN, das Amt für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA) der Stadt Frankfurt und die Peter Fuld Stiftung zu einem Drittel.

Die Kosten belaufen sich pro Projektwoche und Klasse auf 450 €.

Im Jahr 2018 sind wieder 20 Schulklassen für das Projekt vorgesehen.

Die Wirkung des Projektes werden von Klassenlehrern bestätigt, so sagt Frau Andrea Crisan:" Inhaltlich und organisatorisch war alles sehr gelungen und hat meine Erwartung voll getroffen. Die Altersgruppe der 7. Klässler ist genau richtig. Die Schüler/Innnen waren begeistert und haben von dem Projekt profitiert, da sie ihre Kenntnisse vertiefen konnten und auch zeigen konnten, was sie bereits wissen. Das Bibelhaus hat den Schüler/Innen am meisten gefallen, da es interaktiv ist und sie sich durch die Demonstration in das Leben der Nomaden hineinversetzen konnten. Ich empfehle das Projekt zu 100% weiter.."

Herr Roland Borst (Münzenbergerschule) nimmt Stellung darüber, ob das Angebot das Verständnis der jeweiligen Religionen und der Bezüge untereinander gefördet hat:

"Ja! Es war spürbar, wie die Kinder auf die neuen Erkenntnisse mit neuen   Fragen und Folgerungen reagiert haben. Der Diskurs und die Konsequenz für das eigene Handeln hat sie stark bewegt..Alle drei Referenten haben die Bezüge und die Gemeinsamkeiten explizit herausgestellt. Das ist bei den Kindern angekommen. Die originären Orte aind auf jedem Fall gut und wichtig....im Museum Judengasse gibt es viele Dinge, die mit dem Alltagsleben der jüdischen Bevölkerung zu tun haben..Im Bibelmuseum ist die Abrahamsgeschichte ein notwendiger Bestandteil..In der Merkez-Moschee haben die Kinder den Gebetsraum ausgiebig kennen lernen können. Dass das Moscheeleben aber mehr ausmacht, als den Teil des Gebets haben sie vielleicht nicht wirklich verstanden, da sie die anderen Einrichtungen der Moschee nicht wahrgenommen haben." Anmerkung dazu: Dies könnte ein Ansatz zur Vertiefung im Religionsunterricht sein.

SUCHE: